Wann kommen Sie mit Ihrem Kind zur Ergotherapie?
Stellen Sie Ihr Kind bei der Ergotherapie vor, wenn es Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung hat, was Sie z.B. an folgenden Verhaltensweisen beobachten können:
Selbstständigkeit
- Ihr Kind kann seinen Wachheitszustand schlecht regulieren:
- Es braucht lange um aufzuwachen, ist eher schlaff, teilnahmslos und unmotiviert, inaktiv.
- Es braucht lange um einzuschlafen, ist eher aufgedreht, wachsam,
impulsiv, überaktiv.
- Ihr Kind kann sich schwer von Ihnen trennen.
- Ihr Kind kann sich nicht dem Alter entsprechend aus- und anziehen.
- Ihr Kind lehnt viele Kleidungsstücke ab.
- Ihr Kind kann nicht dem Alter entsprechend essen bzw. sich Essen zubereiten.
- Ihr Kind lehnt die meisten Nahrungsmittel ab.
- Ihr Kind kann seine Sachen nicht dem Alter entsprechend in Ordnung halten.
- Ihr Kind kann seine Zeit und seine Aufgaben nicht dem Alter entsprechend einteilen.
Produktivität
- Ihr Kind kann sich nicht zielorientiert beschäftigen (z.B. bauen, zeichnen nach Vorlage).
- Ihr Kind hält den Stift schlecht, zeichnet/schreibt ungern und nicht dem Alter entsprechend.
- Ihr Kind spielt ungern alterstypische Tischspiele (Gesellschaftsspiele, Geschicklichkeitsspiele, Puzzles oder dgl.).
- Ihr Kind spielt ungern alterstypische Bewegungsspiele (Spielplatz, Ballspiele, Gummihüpfen oder dgl.).
- Ihr Kind hat schulische Lernschwierigkeiten.
- Ihr Kind kann nicht still sitzen und hat Aufmerksamkeitsprobleme.
Freizeit/Spiel:
- Ihr Kind kann sich nicht sinnvoll allein beschäftigen.
- Ihr Kind hat Schwierigkeiten, sich mit Gleichaltrigen zu beschäftigen.
- Ihr Kind beschäftigt sich gar nicht auf eine der folgenden Arten:
- aktive Bewegung/Sport im Freien mit Gleichaltrigen
- Gesellschafts- und Regelspiele
- produktorientierte Aktivitäten (etwas bestimmtes zeichnen, nach Vorlage bauen)
Ruhe
- Ihr Kind kann lange nicht einschlafen.
- Ihr Kind kann sich nicht ohne Ihre Hilfe beruhigen.
Wenn Sie zu uns kommen, wir Ihr Kind zunächst in 2-3 Stunden begutachtet, danach der erhobene ergotherapeutische Befund mit Ihnen besprochen.
Sie erhalten Tipps für den Alltag und eine Therapieempfehlung (ob Ergotherapie derzeit notwendig und sinnvoll erscheint oder nicht).
Wir drängen Sie beim Elterngespräch nicht, die Entscheidung zu treffen, ob Sie mit Ihrem Kind mit einer regelmäßigen Therapie weiter machen wollen. Haben Sie Ihre Entscheidung für eine Behandlung getroffen, so erhalten Sie möglichst rasch einen Fixplatz für eine oder zwei Therapiestunden pro Woche.
In Abhängigkeit vom Alter und der Störung des Kindes müssen Sie mit mindestens 20 Therapieeinheiten rechnen, bevor an eine Therapiepause oder das Ende der Therapie gedacht werden kann!
Mehr Informationen zum Berufsbild erhalten Sie vom Berufsverband der Diplomierten Ergotherapeutinnen Österreichs unter (01) 895 54 76 oder
www.ergoaustria.at
Wenn Sie mehr über das Thema Sensorische Integration wissen wollen, besuchen Sie doch die Website der GSIÖ e.V. unter
www.sensorische-integration.org.