SPIELSTUDIO FOKUS: WAHRNEHMUNG

Wahrnehmung ist die Kernkompetenz des SpielStudios. Ergotherapeutinnen sind die Expertinnen dafür, wie Menschen ihren Alltag bewältigen, sich sinnvoll beschäftigen und selbstständig, produktiv und sinnvoll betätigen, an der sozialen Gemeinschaft partizipieren und schließlich auch Erholung finden.

 

Es beginnt alles damit, dass unser Gehirn schon lange vor der Geburt Sinneseindrücke vom eigenen Körper und der Umgebung verarbeitet und verknüpft.  Sinnesinformationen zu geordnet zu verarbeiten und zu nutzen ist eine entscheidende Grundlage dafür, dass die Alltagsbewältigung gelingt. Von der Geburt an muss das Kind Sinneserfahrungen verarbeiten, anpassend darauf reagieren, diese Erfahrungen geordnet abspeichern, sodass es später wieder darauf zurückgreifen kann, neugierig sein und genug Selbstvertrauen haben, um neue Erfahrungen zu machen und noch weiter zu lernen, sich an neue Situation anpassen um nach und nach alle seine Potenziale zu entfalten und eine sinnerfüllte Rolle in unserer Welt zu finden und einzunehmen.  

 

Wir bieten umfassende Befunderhebungen, wobei wir immer standardisierte Tests einsetzen und Behandlung (Einzel-, Gruppe). Im SpielStudio bekommen Sie immer stichhaltige Befundergebnisse, die klar zeigen, wo Ihr Kind steht. In einer Befundbesprechung erklärt die Therapeutin, warum das Kind die Alltagsprobleme hat und gibt Ihnen Anregungen für den Alltag und Empfehlungen für die Therapie und gegebenenfalls weitere Untersuchungen.

 

Als Premium Pakete mit Mag. E. Söchting können Sie buchen: 

  • Ergotherapeutisches Screening (Grobbefund): In nur einem Termin (90 min.) mit Mag. E. Söchting erhalten Sie einen groben Befund, der die Fragen beantwortet, ob Sie in der Ergotherapie an der richtigen Stelle sind, wie dringend eine Therapie notwendig ist und wo sie ansetzen soll, eine Befundbesprechung mit Anregungen für den Alltag und einen schriftlichen Kurzbefund (ET01)
  • Premium Paket Befunderhebung incl. persönlicher Anregungsmappe und ausführlichem schriftlichem Befund 

Auffälligkeiten, die abgeklärt werden sollten:

  1. Unselbstständigkeit: wir gehen davon aus, dass jedes Kind einen inneren Drang hat, kompetent, selbstständig und unabhängig zu sein. Ist das nicht der Fall, so ist dieser Drang durch ungünstige Umstände wie eine Wahrnehmungsstörung verschüttet. Um sich zu entwickeln und ein erfülltes, selbstbestimmtes leben zu leben, ist es wichtig, diesen inneren Drang nach Kompetenz hervorzuholen. Sensorische Integrationstherapie ist der beste Ansatz dafür.
  2. Aufmerksamkeits- und Lernprobleme: oft - aber nicht immer - liegen die Ursachen viel tiefer und viel früher in der Entwicklung als beim schulischen Lernen, nämlich in der Verarbeitung von Sinnesinformationen, der sensorischen Integration. In der Befunderhebung versuchen wir mit verschiedenen Verfahren (Fragebögen, Beobachtungen, Tests), die Ursachen der Probleme herauszufinden, die dann den Ansatzpunkt der Intervention bestimmen. Wir bieten sensorische Integrationstherapie und auditives Training, für  Lernförderung schicken wir Sie weiter.
  3. Soziale und emotionale Probleme: diese können viele Ursachen haben. Häufig sind es Regulationsstörungen (meist bei Schreibabies) und sensorische Überempfindlichkeiten. Bestimmte Aspekte der Welt (z.B. Berührungen, Gerüche, Geräusche) sind für das Kind viel  zu intensiv und unerträglich, es ist davon regelrecht überflutet. Sein Gehirn kann diese Reize auch  als Bedrohung wahrnehmen und mit Kampf- oder Fluchtreflex reagieren. In der Ergotherapie untersuchen wir mit verschiedenen Verfahren (Fragebögen, Beobachtungen, Tests) die sensorische Modulation und mögliche Zusammenhänge zu den Alltagsproblemen. 
  4. Sich nicht selbst beschäftigen können und einseitiges Spielverhalten: ist oft der anstrengendste Ausdruck von Störungen der Praxie (Bewegungs- und Handlungsplanung). Grundlage der Praxie ist es, sensomotorische Erfahrungen geordnet abzuspeichern.  Wenn wir eine gute Praxie - in der Alltagssprache: gute praktische Intelligenz - haben, können wir uns rasch und automatisch an neue Situationen und Bedingungen anpassen, haben neue Ideen, was zu tun ist und können variieren. Ein Kind, das das alles nicht gut kann, findet entweder keine Idee, fadisiert sich rasch oder spielt immer dasselbe (z.B. nur Fantasiespiele oder nur Sortierspiele). Befundung der sensorisch-integrativen Funktionen ist der erste Schritt, um einen geeigneten Behandlungsansatz auszuwählen. Ab 8 Jahren können auch kognitive Strategien eingesetzt werden.

JE FRÜHER DESTO BESSER

Je früher Sie Ihr Kind vorstellen, desto besser! Entweder es stellt sich heraus, dass es keine störungswertigen Auffälligkeiten gibt, oder Sie finden einen Ansatzpunkt, wie Sie Ihr Kind unterstützen können. Abzuwarten, ob beobachtete Schwächen von selbst verschwinden ist in den allermeisten Fällen unsinnig. Die Rückstände zu Gleichaltrigen werden immer größer und das Kind durch Misserfolgserlebnisse immer frustrierter.

ANMELDUNG


UNSERE BUCHEMPFEHLUNGEN

  • Bausteine der kindlichen Entwicklung von Dr. Jean Ayres
  • Sensorische Balance von Dr. Erna I. Blanche
  • Tipps für Kids (Anregungen für den Alltag für Kleinkinder)